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Sozialstation beteiligt sich an Großdemonstration für eine starke Pflege

22.6.2026

© Sozialstation
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© J. Klopprogge

Mit einer großen Delegation hat sich unsere Sozialstation an der Demonstration gegen die geplante Pflegereform in Stuttgart beteiligt. Gemeinsam mit tausenden Mitarbeitenden aus Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten aus ganz Baden-Württemberg haben wir ein deutliches Zeichen gesetzt: Pflege darf nicht kaputtgespart werden.

 

Ein besonderes Highlight war der große Autokorso durch Stuttgart. Hunderte Dienstfahrzeuge fuhren gemeinsam in die Innenstadt und legten den Verkehr zeitweise lahm, bevor sie am Rotebühlplatz zur zentralen Kundgebung zusammenkamen. Dieses beeindruckende Bild hat gezeigt, wie viele Einrichtungen sich gemeinsam für die Zukunft der Pflege einsetzen.

 

Für unsere Mitarbeitenden war die Demonstration ein starkes Gemeinschaftserlebnis. Es war schön zu sehen, dass wir mit unseren Sorgen nicht allein sind. Gemeinnützige Sozialstationen, Wohlfahrtsverbände und viele andere Pflegeeinrichtungen kämpfen gemeinsam für die Interessen der Menschen, die auf Pflege angewiesen sind. Dieser Schulterschluss hat den Zusammenhalt – sowohl innerhalb unseres Teams als auch zwischen den verschiedenen Diensten – spürbar gestärkt.

 

Hintergrund der Proteste sind die geplanten Einsparungen im Gesundheits- und Pflegewesen. Nach den derzeitigen Plänen der Bundesregierung soll die ambulante Pflege stärker auf die reine Grundversorgung beschränkt werden. Leistungen, die pflegende Angehörige entlasten und vielen Menschen ein längeres Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen, stehen auf dem Spiel. Dazu gehören unter anderem Alltagshilfen, Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz sowie weitere Entlastungsleistungen für Angehörige.

 

Gerade diese Angebote verhindern häufig, dass Menschen frühzeitig in ein Pflegeheim umziehen müssen, und entlasten Familien, die oft schon heute an ihre Grenzen kommen. Es geht deshalb nicht nur um die Zukunft der Pflegedienste, sondern um Millionen pflegende Angehörige und um die Frage, wie Pflege in Deutschland künftig organisiert werden soll.

Und all das ist nur ein Teil der geplanten Reform. Der Gesetzentwurf enthält zahlreiche weitere Änderungen, die aus unserer Sicht erhebliche Auswirkungen auf Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegeeinrichtungen haben werden.

 

Als gemeinnütziger Verein verfolgen wir keine Gewinnerzielung. Unser Auftrag ist es, Menschen zu pflegen, zu begleiten und ihnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Pflege auch künftig mehr bleibt als reine Grundversorgung.

 

Unser Geschäftsführer Johannes Klopprogge hat die Eindrücke der Demonstration in zwei kurzen Videos festgehalten. Darin kommen Teilnehmende sowie Pflegeexpertinnen und -experten zu Wort und erläutern, warum sie sich gegen die geplanten Kürzungen einsetzen. Außerdem geben die Videos Einblicke in die beeindruckende Demonstration und zeigen auch die Mitarbeitenden unserer Sozialstation bei ihrem Einsatz für eine starke Pflege. Die Videos sind auf Facebook und Instagram (sozialstationbadrappenau) und www.sozialstation-badrappenau.de zu sehen.

 

Wir danken allen Mitarbeitenden, die sich an der Demonstration beteiligt haben, für ihr großes Engagement. Gemeinsam haben wir gezeigt: Pflege ist kein Sparpotenzial. Pflege ist ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft.

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